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2025-03-13
Unser Körper funktioniert im Rahmen von begrenzten Parametern optimal.
Die Körpertemperatur liegt zwischen 36 und 37°C.
Ein darunter oder darüber führt zu lebensbedrohlichen Zuständen.
Unsere Haut weist einen sauren pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5 auf.
Der Blut-pH-Wert muss zwischen 7,37 und 7,43 liegen, nur in diesen engen Grenzen können alle Stoffwechselvorgänge stattfinden.
Im Verdauungstrakt haben wir die größte pH-Wert-Bandbreite. Unterschiedliche Funktionen und Aufgaben sind dafür verantwortlich.
Im Mund liegt der pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5.
Der Speichel ist leicht basisch, denn hier beginnt die Kohlehydratverdauung. Die dafür verantwortlichen Enzyme benötigen diesen Wert.
Unser Magen ist extrem sauer. Der pH-Wert liegt im nüchternen Zustand bei 1,0 bis 1,5.
Die Magensäure verdaut Eiweiße und verhindert das Eindringen von Krankheitserregern.
Der sich gleich anschließende Dünndarm wird durch die Verdauungssäfte aus der Bauchspeicheldrüse verändert und liegt dann bei 6,0 bis 7,5.
Hier findet der größte Teil der Nährstoffaufnahme in den Körper statt.
Im Dickdarm schließlich liegt der pH-Wert zwischen 5,5 bis 6,5.
Elektrolyte werden aufgenommen, Wasser zurück resorbiert etc. Einfluss auf den pH-Wert haben hier die vorhandenen Darmbakterien.
Der Säure-Basen-Haushalt ist also ein komplexes System, welches in seinen jeweiligen Parametern stabil gehalten werden muss.
In jeder Minute finden Stoffwechselvorgängen statt. Bei allen Stoffwechselvorgängen fallen Säuren als Nebenprodukte an. Durchdachte chemische Puffersysteme arbeiten Tag und Nacht daran, das Gleichgewicht zu erhalten. Kommt es zu einer Überbeanspruchung, dann können Säuren nicht regelrecht neutralisiert oder ausgeschieden werden. Das Gleichgewicht kippt. Die Säuren sammeln sich im Körper und begünstigen Erkrankungen.
Häufig ist der Körper im Falle einer chronischen Erkrankung auch in einer Säurestarre.
Es ist im Bindegewebe Säure eingelagert, die den Körper nicht verlassen kann. Wobei natürlich ständig neue Säuren produziert werden.
Heilungsprozesse und regenerierende Vorgänge finden nur noch in reduziertem Umfang statt, Arthrosen. Gicht, Arteriosklerose, Dysbiosen oder Osteoporose sind die Folge. Aber auch psychische Symptome sind möglich z.B. Erschöpfung ohne erkennbare Ursache und Schlafstörungen. Das Immunsystem ist überfordert und es können immer wieder Infekte auftretende. Möglicherweise sind wir ständig müde.
Eine einseitige Ernährung eiweiß- und kohlehydratreich mit wenigen Ballaststoffen, Alkohol und Nikotin erschweren es dem Körper die eigene Säure-Basen-Regulation zu vollziehen. Stress und Schlafmangel sind weiter Faktoren.
An der Regulation des Säure-Basen-Haushaltes sind viele Organe beteiligt:
>> die Nieren
>> die Leber
>> die Lunge
>> der Darm
>> die Haut
>> das Lymphsystem
Über eine ausgewogene Ernährung – im besten Fall mit vielen basenbildenden Lebensmitteln und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – z.B. in Form von reichhaltigen Mineralwässern können Sie Ihren Körper positiv unterstützen.
Was sind basenbildende Lebensmittel?
Basenbildende Lebensmittel werden nach einem PRAL-Wert definiert (Potential Renal Acid Load). Zugrunde gelegt wird die Aussage, wie viel Säuren bei Genuss der Lebensmittel über die Niere ausgeschieden werden müssen. Hierbei bedeutet ein saurer Geschmack nicht automatisch es ist ein säurebildendes Lebensmittel. Viele Zitrusfrüchte sind basenbildend. Sind viele Mineralstoffe im Produkt enthalten wirken sie in der Regel basisch.
Beispiele für basische Lebensmitteln finden Sie HIER:
Ob und wie gut die Puffersysteme unseres Körpers funktionieren lässt sich zum Beispiel an der Tageskurve des Urin pH-Wertes messen.
Verändert sich dieser pH-Wert nach Mahlzeiten in Richtung basischer Bereich? Regelmäßig oder nur selten? Oder ist das Puffersystem so stark überfordert, dass der Urin im gesamten Tagesverlauf sauer bleibt?
Wie schätzen Sie Ihr Säure-Basen-Gleichgewicht ein?
Vielleicht helfen Ihnen diese Fragen:
Ist Ihr allgemeiner Gesundheitszustand gut?
Zeigt Ihr aktueller Lebensstil eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Schlaf und regelmäßiger Bewegung?
Verzichten Sie auf Softdrinks, Limo, Cola oder Alkohol?
Sind Sie Nichtraucher?
Trinken Sie täglich 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht?
Sie beantworten alle Fragen mit ja?
Herzlichen Glückwunsch! Ihre Säure-Basen-Balance scheint optimal!
Alle Anderen lade ich ein an der Mitmachaktion zur Urin pH-Wert-Messung teilzunehmen. Messen Sie gern auch ein zweites Mal, falls Sie bereits heute Morgen den ersten Test durchführten. Wie beschrieben sollte sich der pH-Wert nach dem Mittagessen (etwa 1 bis 2 Stunden später) in den basischen Bereich verschieben.
Manchmal möchte man die Regulationsmechanismen im Körper etwas schneller unterstützen, weil bereits Erkrankungen vorliegen oder die Leistungsfähigkeit verbessert werden soll. Dann können kurzfristig auch Basenpräparate eine hilfreiche Variante sein. Es gibt viele Präparate der verschiedensten Hersteller. Alle basieren auf Mineralienverbindungen, die im Körper basisch wirken. Bestandteile der meisten Präparate sind Magnesium und Calcium, manchmal Kalium oder Natrium, häufig kombiniert mit Zink oder Vitamin C.
Liegen keine Ausschlussgründe vor, so ist die Wahl eines Präparates dem eigenen Geschmack überlassen.
In meiner Praxis sehen wir auch basische Bäder, Umschläge oder Peelings als sehr sinnvolle Option Säuren aus dem Körper auszuleiten.
Aktiv wählen wir jetzt eine andere Variante der Säure-Ausleitung – wir Atmen.
Bei der Ausatmung von Kohlendioxid atmen wir immer auch etwas Wasser mit aus. Damit ist weniger Wasserstoff im Körper vorhanden, welches mit anderen Stoffwechselprodukten eine Säure bilden kann.
Quellen: Vortrag Bist du sauer? zum Gesundheitstag in Borna 2024
www.doppelherz.de/darmgesundheit-special/darm/ablauf-der-verdauung (Foto)
www.pascoe.de (Nahrungsmitteltabelle, pH-Wert-Kurve)
www.nutrimmun.de
Heike Eikemeier - 16:19:33 @ Gesundheitstipps | Kommentar hinzufügen
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