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2025-11-18

Osteoporose – mögliches Risiko Medikamente?

fb_AdobeStock_391199905.jpgKalzium ist ein wichtiger Baustein für stabile Knochen. Auch gesunde Zähne, Muskeln und Nerven sind auf Kalzium angewiesen. Damit der Körper Kalzium überhaupt nutzen kann, muss es zuerst im Darm aufgenommen werden.

Einige häufig genutzte Medikamente können diesen Vorgang beeinträchtigen.

Bestehen in Ihrem Fall bereits Osteopenie oder ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, dann sollten Sie das wissen.

Welche Medikamente behindern die Kalziumaufnahme?

1. Magensäureblocker oder Protonenpumpenhemmer (PPI)
Diese Medikamente werden gegen Sodbrennen, Reflux und Magenschleimhautentzündungen eingesetzt. Sie verringern die Produktion von Säure im Magen. Der pH-Wert im Magen steigt an.

Kalzium – besonders in Form von Kalziumcarbonat – braucht Magensäure, um sich aufzulösen. Wird die Magensäure über längere Zeit stark reduziert, so kann der Körper weniger Kalzium aufnehmen.
Einige große Studien zeigen, dass die dauerhaft PPI-Einnahme das Risiko für Knochenbrüche erhöht.

Wer Protonenpumpenhemmer länger als einige Wochen einnimmt, sollte klären, ob die Therapie noch notwendig ist oder ob es Alternativen gibt.

2. Antiepileptika
Diese Medikamente können den Vitamin-D-Spiegel im Körper senken. Vitamin D ist wiederum entscheidend dafür, dass der Darm Kalzium aufnehmen kann. Mögliche Folge: langfristig weniger Kalzium im Körper und ein erhöhtes Osteoporose-Risiko.

3. Kortison (Glukokortikoide)
Kortison wird bei vielen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Bei längerer Einnahme kann es die Kalziumaufnahme im Darm reduzieren. Gleichzeitig fördern sie aber die Ausscheidung von Kalzium über die Niere.
Mögliche Folge: Schwächere Knochen und ein erhöhtes Knochenbruchrisiko – besonders bei hohen Dosierungen oder Langzeittherapien. Es besteht ein Risiko von 50%, dass unter einer Langzeittherapie mit Kortison Osteoporose entsteht. (Quelle: Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.)

4. Diuretika, also Entwässerungstabletten
Sie erhöhen die Menge an Kalzium, die über die Nieren ausgeschieden wird.
Mögliche Folge: Der Körper verliert mehr Kalzium, als ihm guttut.

5. Antidepressiva
In zahlreichen Studien wurde gezeigt, dass depressive Patienten signifikant häufiger an Osteoporose mit erhöhtem Frakturrisiko leiden.
(Quelle: Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.)

6. Blutverdünner
Es gibt Hinweise, dass Heparin und Cumarin-Derivate das Frakturrisiko erhöhen.
(Quelle: Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.)

7. Medikamenten-Wechselwirkungen
Auch einige Arten von Antibiotika, Schilddrüsenmedikamente oder Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate) können den Kalzium-Stoffwechsel stören. Kalzium kann sich an die Wirkstoffe der Medikamente binden.

Deshalb sollten oft zeitliche Abstände eingehalten werden.

Was bedeutet das nun für Sie?
Häufig werden verschiedene Medikamente von unterschiedlichen Fachärzten verschrieben. Manchmal ist untereinander gar nicht bekannt welche Vielzahl an Medikamenten Sie einnehmen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll immer alle Medikamente anzugeben oder den Medikamentenplan beim Arztbesuch dabei zu haben.

Auch in meinem Anamnesegespräch erfrage ich Medikamente. Es ist wichtig alle Medikamente – aber auch alle eigenen Präparate, Nahrungsergänzungen, Einschlafhilfen etc. – zu kennen, um Symptome richtig beurteilen zu können!

Fazit:
Nehmen Sie Medikamente ein, die die Kalziumaufnahme beeinflussen? 
So sprechen Sie das Thema einmal bei Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt an!

Gab es bereits Knochenbrüche oder besteht ein Risiko für Osteoporose, dann sind eventuell eine Knochendichte-Messung oder ein Röntgenbild sinnvoll.
Blutuntersuchungen unterstützen die Beurteilung des Risikos über einen längeren Zeitraum Blutbild; BSG/CRP; Kalzium, Phosphat, alkalische Phosphatase, gamma-GT, Kreatinin, TSH, Eiweiss-Elektrophorese, Testosteron, 25-OH Vitamin D und Parathormon.

Eventuell ist die Einnahme von Vitamin D (nur wenn ein Mangel vorliegt!) und Kalzium als Ergänzung bei bestimmten Medikamenten wichtig, um die Knochen zu schützen.

Wünschen Sie weitere Informationen oder eine Beratung, dann vereinbaren Sie gleich einen TERMIN in unserer Praxis Theramedica.

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Quelle Foto: stock.adobe.com/Microgen

Heike Eikemeier - 12:40:40 @ Gesundheitstipps


Disclaimer Blogbeiträge:
Die Artikel in meinem Blog dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Wissensvermittlung. Sie stellen weder eine medizinische Beratung, noch eine Diagnose oder Therapie dar. Die Inhalte basieren auf meinen Erfahrungen als Heilpraktikerin und Physiotherapeutin, sie garantieren keine Verbesserung von Beschwerden. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen oder Schmerzen immer an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson. 

Meine Behandlungen in der Praxis Theramedica erfolgen individuell auf Basis einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung – sie können nicht durch die Informationen in diesen Artikeln ersetzt werden. 

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