Blog - Neuigkeiten - Aktuelle Themen



Neueste 5 Einträge

  • Ballaststoffe erklärt 👉🏻 Maisdextrin 🌽
  • 🍋 Wasser-Rituale im Test: Was bringt den Körper wirklich in Schwung? 🍏
  • ⏲ Die Zeit wird knapp! 🕕
  • 🎧 AudioImpuls - Gesundheitswissen zum Hören - Folge 2 👂🏻
  • Wissenschaftliche Studie zur Perimenopause - PeriHEALTH des Max-Planck-Institut

2026-08-24

🍞 Roggen-Dinkel-Kartoffelbrot mit Sauerteig ca. 750g 🌾

Kartoffelbrot.pngLiebe Leser,

nachdem der letzte Brot-Post so gut bei Ihnen ankam, ergänze ich das Thema Ballaststoffe und  Resistente Stärke auch heute um ein Brotrezept.

Links sehen Sie mein frisch gebackenes Brot. 
Durch das Dinkelmehl und die Kartoffeln ist dieses Mischbrot gar nicht so dunkel in der Krume. 
Gesund, fluffig und wohlschmeckend ist es trotzdem.

Ich freue mich, wenn Sie auch dieses aromatische Vollkornbrot mit natürlichem Sauerteig ausprobieren.

! Hinweis:
Mein Brot ist trotz seines hohen Ballaststoffgehalts kein “Heilbrot”! Die gesundheitsfördernde Wirkung entsteht durch eine regelmäßige Einbindung ballaststoffreicher Lebensmittel in Ihre insgesamt ausgewogene Ernährung. 

Ist Ihre bisherige Ernährung ballaststoffarm, dann feiern Ihre guten Darmbakterien möglicherweise Party. Dann spüren Sie eventuell die „Party-Vibes“ in Form von Blähungen oder „Bauchgrummeln“.

Allergiker und Personen mit bekannten Unverträglichkeiten oder Erkrankungen, die eine spezielle Diät erfordern sollten vor Verzehr den Rat Ihres Arztes | Ihrer Ärztin oder Ihres Heilpraktikers | Ihrer Heilpraktikerin Ihres Vertrauens einholen!

Roggen-Dinkel-Kartoffelbrot

Zutaten:
Für den Brotteig
• 100 g Roggenvollkornmehl
• 300 g Dinkelmehl Type 630
• 100 g Dinkelmehl Type 1050
• 150 g aktiver Roggensauerteig (100 % Hydration)
• 150g gekochte Kartoffel vom Vortag
• ca. 285 ml lauwarmes Wasser (je nach Mehl und Quellstück)
• 12 g Salz

Optional
• 5 g Zuckerrübensirup

Zubereitung
1. Teig herstellen
Mehl, zerdrückte Kartoffeln und Wasser in einer Schüssel mischen.
Dann den Sauerteig, Sirup und das Salz hinzugeben. Je nach Konsistenz des Teiges noch etwas Wasser hinzufügen. Den Teig etwa 7 Minuten langsam kneten.

Die Stockgare:
Den Teig abgedeckt 75 bis 90 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Dabei im Abstand von etwa 30 Minuten jeweils Dehnen und Falten.

2. Formen
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in die von Ihnen bevorzugte Form bringen (rund oder länglich).
Steht Ihnen ein Gärkörbchen zur Verfügung, dann legen Sie den Teigling mit dem Schluss nach unten hinein. Nicht vergessen das Gärkörbchen vorher gut mit Roggenmehl einstäuben! Sonst klebt der Teig an.

Die Stückgare:
Erneut etwa 120 Minuten gehen lassen.

3. Vorheizen
Den Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Nutzen Sie eine Gussform, dann diese unbedingt mit vorwärmen. Eine feuerfeste Schale mit Wasser für die Dampfentwicklung brauchen Sie dann nicht.
Backen Sie Ihr Brot auf einem heißen Backstein oder einem Backblech, dann denken Sie aber an die Schale mit Wasser.

4 Backen
• 15 Minuten bei 240 °C backen.
• Anschließend auf 210 °C reduzieren.
• Weitere 30–35 Minuten fertig backen.

Testen Sie ob das Brot gut durchgebacken ist! Entsteht beim Klopfen ein hohler Ton? Dann ist das Brot gut.
Zum Auskühlen stürzen Sie das Brot auf ein Gitter.

Legen Sie gleich im Anschluss für 2 bis 3 Minuten ein feuchtes Küchentuch darauf. So wird die Kruste etwas weicher.
Vor dem Anschneiden gut auskühlen lassen.

Das Brot-Rezept finden Sie >>> Rezept-Kartoffelbrot.pdf <<< zum Speichern.

Was dieses Brot für die Gesundheit interessant macht

Die Kartoffel: Mehr als nur eine Beilage
Kartoffeln haben bei manchen Menschen einen schlechten Ruf. Sie werden häufig vor allem mit Kohlenhydraten verbunden und deshalb als „Dickmacher“ betrachtet. 
Dabei sind Kartoffeln zunächst einmal ein vergleichsweise nährstoffreiches Grundnahrungsmittel.
Denn neben der Stärke enthalten sie auch Kalium, Vitamin B6 und weitere Mikronährstoffe. Zudem bestehen gekochte Kartoffeln zu einem großen Teil aus Wasser. Das verringert die Energiedichte.

Ein Brot mit besonderen Zutaten
Unser Roggen-Dinkel-Kartoffelbrot kombiniert Roggensauerteig, Dinkelmehl, Roggenvollkornmehl und gekochte, abgekühlte Kartoffeln.

Im Blogartikel zur resistenten Stärke können Sie nachlesen, wie sich beim Abkühlen ein Teil der Kartoffelstärke in resistente Stärke umwandelt. Dieser Vorgang wird Retrogradation genannt. 

Die Stärke wird dadurch für Verdauungsenzyme schwerer zugänglich. Im Dickdarm dient sie bestimmten Darmbakterien als Nahrung. Die für unsere Darmgesundheit so wichtigen kurzkettigen Fettsäuren wie beispielsweise Butyrat werden produziert.

Wie viel resistente Stärke im fertigen Brot enthalten ist, hängt unter anderem von Kartoffelsorte, Koch- und Kühlzeit, Teigführung und Backprozess ab. Der Effekt lässt sich daher nicht exakt berechnen. 
Trotzdem bleibt er ernährungsphysiologisch interessant.

Sauerteig und Verträglichkeit
Der Roggensauerteig sorgt für Geschmack und eine lockere, aromatische Krume. Während der Fermentation verändern Mikroorganismen bestimmte Bestandteile des Getreides. Sauerteig ist kein Wundermittel, aber eine traditionelle Methode, die Geschmack und Eigenschaften des Brotes verbessert.

Blutzucker und individuelle Unterschiede
Resistente Stärke wird anders verdaut als vollständig verfügbare Stärke. Trotzdem enthält Kartoffelbrot weiterhin Kohlenhydrate. Die Wirkung auf den Blutzucker hängt unter anderem von Portionsgröße, Ballaststoffgehalt, Zubereitung und der gesamten Mahlzeit ab.

Bei Diabetes, Stoffwechselerkrankungen und Unverträglichkeiten sollte die individuelle Situation in jedem Fall berücksichtigt werden.

Fazit
Das Roggen-Dinkel-Kartoffelbrot verbindet Sauerteig, Vollkorn und abgekühlte Kartoffeln. Dadurch kann es Ballaststoffe und resistente Stärke liefern, gut sättigen und das Darmmikrobiom unterstützen. Gesundheit entsteht jedoch nicht durch ein einzelnes Brot. Entscheidend ist die Summe vieler alltäglicher Entscheidungen: abwechslungsreich essen, bewusst genießen und möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel bevorzugen.

Guten Appetit!

Ihre Heike Eikemeier

Lesen Sie auch diese Artikel im Blog:
Ballaststoffe erklärt 👉🏻 Resistente Stärke |
Ballaststoffe erklärt 👉🏻 Leinsamen |
Ballaststoffe erklärt Flohsamenschalen im Focus |
Ballaststoffe erklärt - Akazienfasern und E 414 |
Schwergewichte für den Darm ⇨ Ballaststoffe – das Gesundheitsfutter | Labor in der Praxis ⇨ Stuhldiagnostik - der Darm ist Schuld |
“Leaky Gut” – Ist dein Darm dicht? |
Darmkrebs – der März im Zeichen der Vorsorge

#Kartoffelbrot #Brotrezept #ResistenteStärke #Brotrezept #Darmgesundheit #Ballaststoffe #Mikrobiom #Sauerteigbrot #Vollkorn #GesundeErnährung #Naturheilkunde #Prävention #RegionalesSuperfood #Gesundheitswissen #PraxisTheramedica #AltenburgerLand

Heike Eikemeier - 20:14:21 @ Allgemein, Gesundheitstipps


Disclaimer Blogbeiträge:
Die Artikel in meinem Blog dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Wissensvermittlung. Sie stellen weder eine medizinische Beratung, noch eine Diagnose oder Therapie dar. Die Inhalte basieren auf meinen Erfahrungen als Heilpraktikerin und Physiotherapeutin, sie garantieren keine Verbesserung von Beschwerden. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen oder Schmerzen immer an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson. 

Meine Behandlungen in der Praxis Theramedica erfolgen individuell auf Basis einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung – sie können nicht durch die Informationen in diesen Artikeln ersetzt werden. 

Möchten Sie mehr erfahren oder wünschen eine Beratung, so vereinbaren Sie bitte einen Termin in meiner Praxis.
Vielen Dank.

Erhalten Sie Informationen zum Praxisbetrieb, zu Gesundheitsthemen, Kursen und Veranstaltungen auch auf Facebook oder 
melden Sie sich gleich >>> HIER <<< für meinen monatlichen Newsletter an!

Sie suchen ältere Newsletter-Ausgaben? 
Die finden Sie >>> HIER <<< im Newsletter-Archiv

 
 
 
E-Mail
Anruf
Karte
Infos